Hier heizen wir selbst. Wundercurves ist unser eigenes Werkstück: Hier erproben wir jeden Tag, was wir für andere bauen, und verbessern es Schritt für Schritt.
Ausgangslage
Wundercurves ist eine Suchplattform für Mode in großen Größen, online seit 2015. Wir verkaufen nichts selbst. Wir bündeln das Sortiment von über 30 Partner-Shops, über 400.000 Produkte von über 5.000 Marken, ab Größe 42. Seit 2022 betreibt die Kaminrunde die Plattform.
So eine Plattform hat viele bewegliche Teile. Produktfeeds ändern sich ohne Vorwarnung. Der Katalog entsteht mit jedem Deploy neu. Suchmaschinen und KI-Assistenten entscheiden, ob man überhaupt gefunden wird. Und die Zahlen kommen aus einem halben Dutzend Quellen, die sich gern widersprechen. Ein kleines Team kann das nicht alles von Hand im Blick behalten. Ein Agent, der die Zusammenhänge nicht kennt, rät.
Was wir gebaut haben
Einen Arbeitsplatz, an dem ein Agent mitarbeitet wie ein Kollege, der alles gelesen hat, aber nichts ohne Freigabe tut.
- Die Daten an einem Ort. Besuche, Klicks zu den Partner-Shops, Suchdaten, Provisionen und die Sichtbarkeit in KI-Assistenten laufen in unserer eigenen Datenplattform zusammen. Der Agent fragt sie direkt ab, statt Exporte zu raten.
- Ein Gedächtnis mit Quellen. Rund 150 Artikel halten fest, was wir über Methoden, Fehlerbilder und Entscheidungen wissen, jeweils mit Herkunft. Der Agent liest dort nach, bevor er antwortet, und schreibt zurück, was er dazugelernt hat.
- Feste Routinen. Rund 40 wiederkehrende Aufgaben, vom Prüflauf nach jedem Deploy bis zur Monatsauswertung. Ein Aufgaben-Cockpit plant die Woche nach Wirkung und Aufwand.
- Regeln statt Vertrauen. Jede Zahl muss sich nachrechnen lassen. Bevor wir sagen, dass etwas gewirkt hat, prüfen wir, was an der Seite zuletzt geändert wurde. Alles, was nach außen geht, gibt ein Mensch frei.
Ergebnis
Ein kleines Team betreibt eine große Plattform, ohne in Routinearbeit unterzugehen. Der Agent übernimmt Vorbereitung, Umsetzung und Kontrolle, das Team entscheidet und gibt frei. Fehler fallen auf, bevor sie etwas kosten, und wir wissen, welche Arbeit wirkt.
Vier Beispiele aus dem Alltag:
- Seitenpflege agentisch, bis zur Vorschau. Der Agent sichert den Live-Stand, plant Struktur, Fragen und Antworten, strukturierte Daten und interne Links und setzt alles im CMS um, Schritt für Schritt mit Kontrolle. Von Hand bleibt nur der letzte Schritt: in der Vorschau prüfen und veröffentlichen.
- Ausfälle fallen auf, bevor jemand sie sucht. Nach jedem Deploy gleicht ein Prüflauf die angebundenen Partner-Shops mit dem Live-Katalog ab. Ändert ein Partner still etwas an seinem Feed, sehen wir es nach dem nächsten Deploy und nicht erst an der Monatsabrechnung.
- Umsatz dort messen, wo er entsteht. Ein Ratgeber verkauft selten selbst, er schickt weiter. Wer nur zählt, auf welcher Seite zuletzt geklickt wurde, hält ihn deshalb für wertlos. Wir verfolgen die ganze Reise eines Besuchs: wo er eingestiegen ist und welcher Klick zu einem Partner-Shop am Ende daraus wurde. So sehen wir, welche Inhalte Umsatz anstoßen, auch wenn er auf einer anderen Seite verbucht wird, und entscheiden danach, wo wir weiterarbeiten.
- Zahlen, denen wir trauen. Bevor wir eine Kennzahl deuten, prüfen wir, wer da eigentlich gezählt wird. So haben wir automatische Besucher gefunden, die wie Menschen aussahen, und sie herausgerechnet. Entscheidungen treffen wir auf bereinigten Zahlen, nicht auf dem ersten Diagramm.
Was wir daraus mitnehmen
An Wundercurves haben wir uns die Finger verbrannt, damit ihr es nicht müsst. Jede Regel oben ist aus einem Fehler entstanden, den wir selbst gemacht haben.